Hirschstrudelsuppe

Eine Wildsuppe genauer gesagt eine Hirschsuppe, ist schwer aufzutreiben, die macht man am besten selber. Die Suppe ist dünkler als eine Rindsuppe, fast schwarz ist sie, wenn man in den Suppentopf schaut. Im Teller bekommt sie dann eine satte rötliche Farbe. Das Rotwild drückt der Suppe seinen Farbstempel auf, aber auch schmecken tut sie unverkennbar nach Wild. Wildgeschmack passt überraschend gut zu Suppe. Dazu ein Strudel mit einer Füllung vom Wildfaschierten, nota bene.

Reh und Steinpilz

Diese Steinpilze stammen aus dem Südburgenland, woher genau wird hier nicht verlautbart. Schwammerlplätze werden grundsätzlich nie verraten. Jemand ist in den Wald gegangen und hat sie gesammelt, das muss reichen.

Und als ob das nicht schon genug wäre: dazu gibt es auch noch Steaks vom Reh. Das ist ein ebenbürtiger Begleiter, wobei sich hier die Frage stellt, wer begleitet hier wen! Und weil wir schon bei der Herkunft sind: Das Reh stammt aus dem Waldviertel. Jemand ist in den Wald gegangen und hat es erlegt. Rezepte aus dem Wald. Steinpilz und Reh. Von Natur aus gut. Österreich ist das schönste Land der Welt.

Rehragout mit gebratener Steinpilz-Polenta

Die Wildwochen sind angebrochen und als Auftakt gibt es ein Rehragout, ja wie vorhersehbar ist das denn? Wir präsentieren hier ein extra deftiges Rehragout: mit Schweineschmalz, Selchspeck und viel Zwiebel sowie erdigen Wacholderbeeren. Abgelöscht wird es mit Gin aus London, als ob es keinen Wacholdernen in Österreich gäbe, der hier vermitteln könnte. Dabei hatte ich die Gelegenheit, einen zu besorgen. Dafür gab es gebratene Polenta mit Steinpilzen. Auch in der Sauce sorgten die Steinpilze für Extra-Geschmack. Steinpilze, besonders wenn sie getrocknet sind, haben ja auch so eine Erdverbundenheit.