Safran-Orangen-Honig-Madeleines

Bei diesem Rezept werden für den Teig alle Zutaten einfach zusammengeworfen, das Aufschlagen von Ei und Zucker entfällt. Dafür bekommen diese Madeleines noch einige Geschmackskomponenten dazu: Safran, Orangen, Honig. Diese Madeleines sind nicht so luftig und leicht  wie die originalen Madeleines aus Commercy, werden aber dafür nicht so schnell trocken, wie Yotam Ottolenghi und Helen Goh in ihrem Buch „Sweet – Süße Köstlichkeiten“ schreiben. Sie haben sich da etwas ausgedacht, das neuen Schwung in ein bekanntes, traditionelles Rezept bringt.

Vanille-Ziegenkäse mit eingelegten Trauben und Kürbiskernpesto

Der Ziegenkäse wird mit Vanille leicht aromatisiert, aber nur das Innere, die äußere Rinde bleibt unversehrt. Dazu gibt es Weintrauben, in Rotweinsirup eingelegt. Und ein Kürbiskernpesto mit angerösteten Kürbiskernen und Knoblauch, eingetaucht in Kürbiskernöl, so crunchy. Sowie Salat mit feinen Kräutern.

Doppelkekse mit Safraneis

Kekse backen, Eiscreme machen und dann die Eiscreme zwischen die Kekse packen wie bei einem Sandwich. Nach dem neuen Buch von Yotam Ottolenghi, „Sweet“, das er zusammen mit der Meisterbäckerin Helen Goh geschrieben hat, werden Eiscreme-Sandwiches so gemacht.

Red Snapper mit Erdäpfelschuppen

Das Fischfilet wird mit Erdäpfelscheiben belegt, die mit einem Keksausstecher ausgestochen werden. Sie sollten so klein sein wie Schuppen, Paul Bocuse verwendet einen Apfelstecher dafür. Durch Kochen der Erdäpfelscheiben wird die Stärke extrahiert und nach dem Braten wieder dazu gefügt, damit sie auf dem mit Eigelb bestrichenen Fischfilet besser haften.

Jägerleber

Wem der Wildgeschmack nicht so behagt, dem sei zu Hirschleber geraten. Diese schmeckt völlig unverfänglich nicht nach Wild, nur halt besonders gut. Das gilt zumindest für die Hirschleber, die wir frisch bekommen haben und ohne Umwege sofort verarbeitet haben. Denn wenn der Jäger einen Hirschen schießt, gibt’s am Abend Leber, das ist das kleine Jagdrecht. So kann man es bei Elisabeth Ruckser, die das in ihrem Kochbuch der fast vergessenen Rezepte herausgebracht hat, siehe weiter unten,  nachlesen.

Candele mit Fleischragout

In diesem Rezept gibt es keine Tomaten, aber trotzdem fehlen sie nicht, weil das Fleischragout dafür mit exotischen Gewürzen abgemischt ist. Nach Anna Dente, der Köchin, deren Rezepte im Quinto Quarto verewigt sind, mit Kreuzkümmel und Curry. Die schmeckt man zwar nicht heraus, aber sie geben diesem Gericht die besondere Note.

Das Monte Ofelio

Die Faella-Nudeln haben tatsächlich einen gleichmäßigeren Biss, im Unterschied zu den industriell Angefertigten, die viel zu schnell getrocknet werden und deshalb innen immer kernig bleiben. Das wahre al dente,  konnten wir feststellen, gibt es hier, nachdem wir die Handgefertigten aus Gragnano, der Pasta-Hochburg Italiens, im „Monte Ofelio“ erstanden und sogleich zu Hause zubereitet haben. (Hier geht’s zum Rezept „Spaghettini mit Oliven und Kapern“ am Ende des Artikels.)

Frittata mit Speck und Tomaten

Je nach Jahreszeit kommt Spargel, Mangold oder was es sonst gerade gibt, hinzu. Wir konnten frischen Mangold bekommen.

Die Frittata ist kein Omelett, wie ich finde, auch wenn sie so ins Deutsche übersetzt wird. Wahrscheinlich sind die Grenzen fließend, aber für mich hat die Frittata etwas Festes und nichts Flaumiges. Der größte Unterschied wird wohl sein, dass die Frittata auf beiden Seiten gebraten wird.

In Wien gibt es auch noch die Frittaten, eine Suppeneinlage aus in Streifen geschnittenem Eierkuchen. Man müsste das mal näher untersuchen, ob unsere Frittaten von der Frittata abstammen. Wenn ich an die Konsistenz denke, dann wird das wohl so sein, kann ich mir gar nicht anders vorstellen.

Apfel-Erbsensuppe

Die Gewürzmischung haben wir uns bei Tanja Grandits abgeschaut. Da wir eine warme Suppe machen wollten, haben wir uns nicht so ganz ans Rezept gehalten. Bei ihr ist es ein Gazpacho, also eine kalte Suppe. Damit es eine wärmende Suppe wird, kam bei uns auch Lauch und Kokosmilch rein. Aber die Einlage mit den Apfelkugeln und der Basilikum-Creme haben wir doch übernommen, zu sehr gespannt waren wir, wie das wohl schmecken wird.