Ein Versuch, den Federkohl zu zähmen

Man solle beim Einkauf darauf achten, dass der Federkohl nicht zu groß ist. Große Blätter sind hoffnungslos zäh. So hub das Rezept in der NZZ zu „Federkohl-Birne, Kaki und Baumnüsse an Apfelvinaigrette“ an. Darum gibt es wohl den Federkohl nicht im Ganzen zu kaufen, sondern in kleinen Häppchen, zumindest in dem Supermarkt, den einzigen, den wir kennen, der ihn führt. Bisher habe ich ihn dort nur mit Argwohn betrachtet. Federkohl ist bei uns ja so gut wie unbekannt. Federkohl ist ein Schweizerischer Ausdruck für Grünkohl. Die angekündigte Herausforderung in der NZZ, den Federkohl gaumenfreundlicher zu machen, hatte mich neugierig gemacht. Nun wollte ich wissen, wohin die Bemühungen führen würden, ohne zu ahnen, um was für einen harten Gesellen es sich bei Federkohl handelt.

Schwarzfederhuhn mit Maniok Frites

Dazu ein Kräuterseitling-Salat und eine Senfsauce, in die man die Maniok Frites eintunken kann. Das ist mal etwas Anderes als Hendl mit Pommes und Ketchup. Kleine Änderungen erfreuen die Geschmacksnerven. Die Maniok haben wir zufällig gesehen und mitgenommen, nach dem Motto: irgendetwas wird sich daraus schon machen lassen. Und so war es dann auch!

Schweins-Kotelett mit Portobellos

Gefüllt mit Stangensellerie und getrockneten Tomaten. Getrocknet müssen sie sein, dann enthalten sie besonders viel Umami für die volle Aromaentfaltung. Und Käse, den man zum Schmelzen bringen kann. Dazu ein köstlich Kotelett, das mit Rosmarin, Thymian und Knoblauch (auch hier Umami) aromatisiert ist.