Wagyu

Prime Japan Hüft Wagyu Steak mit Pilz, Kren und Rucola

Nichts erfährt, der noch nichts erfahren hat. Bei einem Wagyu-Rind, dem höchsten aller Rinder, ist die Annäherung schwierig. Was ist daran so besonders? Was macht es aus? Die feine Maserung des Fleisches ist offenbar, sie sticht ins Auge, hebt sich ab, doch wie schmeckt es im Vergleich zu anderen? Da muß man schon einiges an Steaks von anderen Rindsviechern verzehrt haben, um das Besondere zu gewahren. Wer das nicht getan, sollte die Finger vom Wagyu lassen. Preislich im oberen Segment angesiedelt, zahlt sich das sonst nicht aus. Andererseits sollte jeder so ein Rindfleisch gegessen haben, als Immunisierung gegen das künstliche Veggiefleisch. Wagyu Veggie… nicht daß es zu Verwechslungen kommt.

Gültig bleibt das Paradox aller Rezeption, daß der nichts erfährt, der noch nichts erfahren hat.

Hans Blumenberg, Matthäuspassion, Umschlagtext, Bibliothek Suhrkamp, 1988


Prime Japan Hüft Wagyu Steak mit Pilz, Kren und Rucola

Duroc Dry Aged T-Bone-Steak mit Spitzkohlsalat und Romanesco-Soße

Inspiriert von Pete Evans, Die Paleoküche, 2015, S. 155 und S. 144     


Es hat sehr gut geschmeckt, aber nicht so überragend, wie ich mir das vorgestellt hatte. Vielleicht muß ich es noch einmal probieren? Dem Esser fällt nichts in den Schoß.

Fotos und Text © 2026 https://kuechenereignisse.com

Grüner Spargel, Mandeln, Eier, Shiitake-Pilze mit Misodressing

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Misodressing geräucherte japanische Sojasauce, Mirin, weiße Misopaste, feingeriebenen Ingwer mit etwas Wasser verrühren. Shiitake-Pilze halbieren, in kochendes Wasser 20 Sekunden tauchen, abgießen und noch heiß zum Misodressing geben, umrühren. 20 Minuten ziehen lassen. Pochierte Eier wie hier machen, jedoch vor dem Aufschneiden die Eier in einer Gewürzmischung wälzen. Koriander-, Schwarzkümmel-, Kreuzkümmel- und Fenchelsamen in der Pfanne anrösten. Mörsern. Mandel in der Pfanne rösten. Grünen Spargel in kochendem Wasser blanchieren, zirka 2 Minuten. Anrichten Spargel auf den Teller legen, mit Zitronensaft beträufeln, Misodressing mit Shiitake-Pilzen darüber gießen, mit den Mandeln bestreuen. Mit Erbsensprossen garnieren. Die halbierten pochierten Eier darauf legen.


Inspiriert von Peter Gordon, Salatsensationen, S. 58

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Tullnerfeld – Petersilwurzel – Schwarze Knoblauchbrösel

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Man merkt dem Gericht an, dass es für Wagyurind konzipiert wurde, Miso, Mirin, Reisessig u. ä. finden sich darin. Wir haben unser Rindfleisch trotzdem von einem Rind, das im Tullnerfeld groß gezogen wurde. Das hat nicht ganz so den internationalen Ruf zu verteidigen wie Wagyu. Dafür ist das Tullnerfeld, nicht gar so weit entfernt wie Kobe, Japan. Wer etwas Gutes haben will, darf den Umweg über Töpfe und Pfannen nicht scheuen.

Thunfisch in der Sesamkruste

Außen gebraten und innen noch ganz roh. Dazu ein Avocado-Mango-Salat. Japan on my mind. Kaum bzw. keine Gewürze für den puren Geschmack und alles frisch zubereitet natürlich, alles puristisch, japanisch halt. Es gibt ja noch ein paar andere Archipele im Pazifik, nicht nur die Japanischen, auf denen roher Fisch hoch im Kurs steht. Aber bei Thunfisch und Sesam denkt man unweigerlich an Japan.

Salat mit Austern, Dashigelee und gerösteten Tomaten

Ja, jetzt fange ich mit Austern auch noch an. Die Küchenfee verweigerte die Austern. Deshalb gab es auch einen anderen Teller mit Jakobsmuscheln. Dabei hatten wir sogar „Gillardeau“ Nr. 4, dem Rolls Royce unter den Austern, laut Falstaff.

Gemüse-Dashi

Gemüse-Dashi ist eine asiatische Grundbrühe, die auf Algen und Parmesanrinde aufbaut, denn auch in ihr ist Umami drin. Diese Brühe wird benötigt, um einen Braten aufzugießen. Ihre Herstellung dauert an die 7 Stunden, da die getrockneten Algen 6 Stunden (!) im kalten Wasser benötigen. Es ist aber alles halb so wild. Man muss die Zeit nur einkalkulieren. Von der Umsetzung her ist das Rezept recht einfach.