Bohnen am Vortag einweichen.
Schweinsschulter durchgaren, in Stücke schneiden und in brauner Butter nachbraten.
Gschichtln rundum Gustostückln
Umzugsbedingt haben wir derzeit keine Küche.
(In einer kleinen Kuchl verarbeitet die Hofköchin landwirtschaftliche Erzeugnisse, vorzugsweise aus unserem Landstrich. Dabei fallen regelmäßig Küchenereignisse an, über die wir auf diesem Blog berichten.)
Küchenereignis, das; -ses, -se: außergewöhnliches Ereignis, das mit schöner Regelmäßigkeit in der Küche anfällt.
Bohnen am Vortag einweichen.
Schweinsschulter durchgaren, in Stücke schneiden und in brauner Butter nachbraten.
Bergkäse unter Béchamelsauce rühren und mit den Mangoldblättern vermischen. Mit Pinienkernen bestreuen. Bei 180 Grad eine Viertelstunde im Backrohr backen.
Dieses Mal ist Erna zu Besuch bei ihrer Freundin. „Was sind denn das für Schälchen? Was hast du denn da Schönes gemacht?“ „Das ist ein Ribiselschaumkuchen. Und das ist ein Marillenschaumkuchen.“
„Da sieht man ja nicht, was da was ist. Ist ja alles mit Schäumchen bedeckt.“ Dabei fiel ihr ein, dass Eiweißschaum mit Zucker gemacht wird, dem Stoff, der zur Zeit gesundheitsmäßig ziemlich in Ungnade gefallen ist. „Wie hast du das denn gemacht? Doch nicht mit Zucker?“
„Koste halt einmal.“
Keine Kohlenhydrate, keinen Zucker und dann schaltet der Körper um in einen Fastenmodus. Das ist die ketogene Diät, bei der der Körper sich vom Körperfett ernährt und abnimmt. Und neuersten Entdeckungen zufolge, die in Cell Metabolism veröffentlicht wurden, altert dadurch der Körper nicht so schnell und man lebt auch noch länger.
Es war in einer kleinen Hafenkneipe, das Licht war schummrig, aber die Luft war frisch vom Meer, der gelangweilte Sizilianer servierte das Gericht des Tages, Spaghetti Bolognese „Speziale“, unvergleichlich gut. Und nie wieder gegessen. Was ist das Rezept? Was ist das Spezielle, ma che speciale è questa?
Das ist ein Chili con Carne mit starkem Präriekaffee, gut geröstet und dunkler Saloon-Schokolade, gebratenem Bacon und dunkelgrünen Habanero-Chilis, Chipotle und einer ganzen Zimtstange. Mit süßem Gebranntem, Scharfem. Bohnen und Faschiertes.
Fisch, Butter, Mehl, Spinat und Obers. Darüber gestreut etwas Bergkäse und schon entsteht daraus etwas Außergewöhnliches. Wichtig ist, dass man sich Zeit lässt.
Ich war noch niemals in Japan, in Tokio oder Sapporo. Aber ich habe ein neues Buch, in dem es um Umami geht: Laura Santtini „Umami – Das Kochbuch“. Und so gibt es Miesmuscheln auf japanische Art, so wie sie es vielleicht in einem kleinen Strandlokal am Emerald Beach auf einer Insel von Okinawa gibt.
Lange haben wir herumprobiert und das ist es nun: Unser Vanilleeisrezept ohne Zucker. Was nehmen statt Zucker? An dieser Frage haben wir getüftelt.
Wahnsinnig aufwändig, aber auch wahnsinnig komplex vom Geschmack her, nichts für geschmackliche Grobmotoriker. Und dabei so einfach in der Anmutung.
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