Schweinsburger mit Ei

Uns ist ja beim Schweinebraten gestern, siehe hier, etwas übrig geblieben. Daraus entstanden nun diese wunderbaren Schweinsbratenburger mit Ei. Es macht schon Sinn, wenn man etwas mehr Schweinebauch nimmt. Und es ist paleo, weil wir ein neuartiges Brot dafür verwenden. Ja, auch das Brot ist eine Besonderheit. Bei unserem Schweinsburger mit Ei und mit diesem Knusperbrot kommt keine Fastfood-Kette mit.

Schweinsbraten Pak Choi

Gebratener Pak Choi mit einer Chili-Ingwer-Mischung, Haselnüssen, schwarzem Knoblauch, der ist besonders mild. Mit Schweinebauch vom Durocschwein aus der Steiermark.

Es ist mir unverständlich, warum so selten Schweinsbraten gemacht wird. Schweinebauch kostet nicht viel und schmeckt sehr gut. Er ist zwar fett, macht aber nicht fett. Das ist paleo.

Frisée-Poke mit Lachs und gebratenem Reis

Poke ist das Nationalgericht in Hawaii und ein weltweiter Food Trend. Poke, ausgesprochen „poh-kay“, hawaiianisch, steht für „in Stücke geschnitten“. Es handelt sich um einen Salat mit rohem Fisch, der klein geschnitten und mariniert wurde. Meist ist es Thunfisch, dann genannt Ahi Poke.

Ungarische Bohnensuppe mit Selchwurst

Die letzten Krümel der Feiertage sind beseitigt, selbst die Christbäume sind verschmaust. Wie alle Jahre wurde der Christbaum, der vor dem Schloss Schönbrunn die Weihnachtszeit verschönert hat, in den Tiergarten Schönbrunn transportiert. Die Elefantendamen haben sich über die Abwechslung vom Speiseplan, Salzburger Fichte, gefreut und nur den Stamm übrig gelassen.

Aufgelockerter Fisolensalat

Grüne Fisolen, weiße Champignons und rote getrocknete Tomaten, mit Salatherzen. Dazu ein saftiges Steak vom Rind wer mag.

Dieser Fisolensalat mit Farbklecksen hebt die Stimmung an einem trüben Wintertag. Knackige Salatherzen lockern ihn auf, eine Weiterentwicklung der Rahmfisolen. Man kann auch normale Salatblätter nehmen, am knackigsten sind aber die Salatherzen,  man braucht ja nicht viel. Mit Kefir statt Rahm wird er noch frischer. Wer keine weißen Champignons bekommt, nimmt andere und macht es so wie wir, schält sie. Innen sind die bräunlichsten Champignons ganz weiß. Die Champignons werden roh gegessen, aber nur in kleinen Portiönchen, weil sie aufgeschnitten werden.

Das hätte Peter Altenberg auch im Kaffehaus geschmeckt, Milchprodukte liebte er ja. Wenn dieser Fisolensalat in einem Bistro serviert wird, im „Allard“ in Paris, dann ist er auch in einem Wiener Kaffeehaus denkbar.

Peter Altenberg

Heute feiern wir den Kaffeehausliteraten Peter Altenberg, heute vor 100 Jahren ist er verstorben. Obwohl ihm sein Geigenlehrer Genialität ohne Fähigkeiten beschieden hat, er bei der Matura durchgefallen ist, sich mit literarischen Miniaturen sein Leben verdingte, aber kein größeres Werk entstand, war ihm ein Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof sicher, Gegenstände seines Zimmers im Graben-Hotel aus dem Nachlass wanderten in das Historische Museum der Stadt Wien, eine Altenberg-Figur sitzt heute im Café Central, wo er früher regelmäßig anzutreffen war. Und wenn nicht, dann war er auf dem Weg dorthin. Von ihm sind Aussprüche erhalten geblieben, die ins Wiener Unterbewusstsein gesickert sind. Man weiß zwar nicht, von wem das ist, aber es kommt einem so bekannt vor. „Für mich ist es am schönsten im Kaffeehaus. Man ist nicht zu Haus und doch nicht an der frischen Luft.“  oder „Später ist zu spät“. „Ich bin heute ausnahmslos für Niemanden zu sprechen.“ hat es auf eine Magnettafel geschafft, die in der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten verkauft wird, so kann sichs nun jeder an die Tür kleben, wie schon seinerzeit Altenberg. „Wehe der Nachkommenschaft, die Dich verkennt!“, mit diesen drohenden Worten beendete Karl Kraus seine Grabrede. Davon kann nun wirklich keine Rede sein, wenn sogar auf einem Kochblog ein Nachruf erscheint.

Ausgerechnet mit seinem Deutschaufsatz ist Peter Altenberg bei der Matura durchgefallen. Thema war „Der Einfluss der Neuen Welt (Amerika) auf die alte“. Altenberg schrieb ein einziges Wort hin, „Kartoffel“, womit offenbar alles Wesentliche gesagt war. Altenberg hat die Matura im zweiten Anlauf geschafft. Alleine diese Episode aus jungen Jahren ist so typisch Altenberg. Der prägnante Stil blieb ihm erhalten, alles Ausufernde lag ihm fern, und nur ja keine Kompromisse eingehen. Ein Bohemien, ein Dichter, ein Schnorrer. Altenberg, würde er heute leben und seine Exzerpte im Internet absondern, hätte wohl ein ähnliches Schicksal ereilt. Er wäre bei den Suchmaschinen durchgerasselt, zu kurz sind seine Texte. Von den Vorschriften der SEO hätte er sich nicht verbiegen lassen.

„Es ist traurig, eine Ausnahme zu sein. Aber noch viel trauriger ist es, keine zu sein.“ (Peter Altenberg)

Quellen

http://www.viennatouristguide.at/personen/Altenberg/ab.htm

https://gutezitate.com/autor/peter-altenberg/