1.000 traditionelle Weihnachtskekse

Bis auf die Matcha-Kekse, die neu waren, haben mir alle Kekse geschmeckt. Ob Linzer Augen, Vanillekipferl oder Orangenkekse: Kekse haben eine lange Tradition bei uns. Unsere für Weihnachten gebackenen Kekse gehen auf die Biedermeierzeit zurück, also auf eine Zeit aus der ersten Hälfte des vorvorigen Jahrhunderts 1815 bis 1849 oder auf die Zeit der Wiener Ringstraßenepoche um 1890. Das ist schon ziemlich lange her und da sie sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreuen, sind es traditionelle Kekse. Die Bezeichnung „Tradition“ hat eine besondere Bedeutung. Dabei ist es ganz unerheblich, wer ursprünglich tatsächlich diesen oder jenen Weihnachtskeks zum ersten Mal backte. Auf dem millionenfach verkauften, 2011 erstmals erschienenen Christmas-Album von Michael Bublé gibt es drei Songs, die mit dem Vermerk „Traditional“ versehen sind. Es sind „Jingle Bells“, „Ave Maria“ und „Silent Night“ (Stille Nacht, heilige Nacht). Nichtsdestotrotz haben diese Lieder einen Komponisten, der sie schuf. „Ave Maria“ ist von Franz Schubert, geboren 1797 in Wien und gestorben 1828 ebenso in Wien. Der andere, mir bekannte Komponist ist der von „Stille Nacht, heilige Nacht“: Franz Xaver Gruber, geboren 1787 in Unterweitzberg, Oberösterreich, gestorben 1863 in Hallein, Salzburg. Der Vermerk „Traditionell“ ist eine diese Lieder adelnde Auszeichnung, der darauf hinweist, dass sie die Zeit überdauert haben, dass sie in den ewigen Kanon unserer westlichen Kultur aufgenommen wurden, sie sind unvergängliches Kulturgut. Diese Lieder sind eingesickert in unsere Kultur, die durch das geistige und kulturelle Erbe unserer Ahnen begründet ist. Sie erschufen unter anderem diese Lieder, nicht jeder kennt die Urheber, doch ist ihr Vermächtnis Teil unseres unbewussten, kulturellen Gedächtnisses. Bei unseren Weihnachtskeksen verhält es sich genauso. Man kennt ihre Erfinder nicht, doch haben sie Bestand und gehören zu unserem kulturellen Erbe. Sie sind nicht dem Zeitgeist ausgesetzt, der kommt und wieder geht, sie bestanden den Test der Zeit. Gegen solche Kekse ist es schwer, anzukommen. Die Matcha-Kekse waren einen Versuch wert. Etwa 20 traditionsreiche Kekssorten wurden gebacken, wenn man von den glutenfreien Varianten absieht, von jeder Sorte im Schnitt 50.

Paradeiser-Potpourri

Auf einem Spiegel aus Paradeiserbutter befindet sich eine Mischung, die einmal quer durch das Gemüsebeet geht: Pilz & Melanzani, Brokkoli & Wachtelbohnen, sowie Wurzelgemüse. Gebraten und blanchiert. Wobei die Paradeiserbutter schon alleine für hervorragenden Geschmack steht: sie ist eine Mischung aus Schalottenbutter und Paradeisercoulis. Exquisite Mischungen, wohin man schaut.

Pannonisches Picknick

Wir waren unterwegs im Nationalpark “Neusiedlersee – Seewinkel” südöstlich von Wien, nahe der Grenze zu Ungarn. Tags zuvor hatten wir die Pastete im Teigmantel gemacht, die wir mit anderen Köstlichkeiten für ein Picknick mitnahmen. In der Nähe von Illmitz nicht weit vom See hielten wir an.

Pannonian Picnic

We headed for the national park “Neusiedlersee – Seewinkel”, to the south-east of Vienna, at Fertö/Lake Neusiedl, close to the border of Hungary. The day before, we had prepared pastry en croûte to take on a picnic, along with other delicacies. Near Illmitz not far away from the lake, we took a rest.

Ricotta, Spargel, Kapern

Beim Blättern durch diverse Folianten auf der Suche nach einem Spargelgericht – der Spargel steht schon hoch! – stieß ich auf ein Gericht von Tomislav Gretić mit dem vielversprechenden Namen „Ricotta, Spargel, Kapern“  – leider ohne Rezept. Eine Aussage von ihm – „Je älter ich werde, desto einfacher werden meine Rezepte“ – musste uns als Anhaltspunkt genügen. In diesem Sinne folgt anstelle eines Rezeptes…