Bratwürste und Champignons

Original Butifarra, also spanische Bratwürste, haben wir nicht bekommen. Aber Italienische: Salsiccia Piccante und Salsiccia Classica. Währenddem sie den Gästen Außergewöhnliches kochten und servierten, bekam die Familie, so nannte Ferran Adrià die Mitarbeiter im “elBulli“-Restaurant, Einfaches und Schnelles zu Mittag. Und wir auch.

Schwertfisch und Zwiebel

Weißer Schwertfisch, sommerlich, mit Mehl, leicht bekleidet, kurz gebraten, weiße Zwiebel zart, dahin geschmolzen, ein Fest der süßlichen Röstaromen. Verschmelzen miteinander. Oh, Du süße Maillard-Reaktion!

Wasserspinat, leicht scharf, kühlt die erhitzten Gemüter. Erfrischend der fruchtige Tomatinensalat in saurem Gewand.

Salat mit Austern, Dashigelee und gerösteten Tomaten

Ja, jetzt fange ich mit Austern auch noch an. Die Küchenfee verweigerte die Austern. Deshalb gab es auch einen anderen Teller mit Jakobsmuscheln. Dabei hatten wir sogar „Gillardeau“ Nr. 4, dem Rolls Royce unter den Austern, laut Falstaff.

Himbeereis, Sauerkirscheneis, Marilleneis

Ein Eisbecher mit Himbeereis, Sauerkirscheneis und Marilleneis. Alles selbst gemacht, denn bei uns steht in der Küche neuerdings eine Eismaschine mit Kompressor. Eis aus dem Geschäft hat den Nachteil, dass es nie da ist, wenn man es gerade braucht. Außerdem ist in dem gekauften Eis Zucker drin.

Gemüsepfanne auf Paleospiralen

Die Spiralnudeln sind „Paleonudeln“, das heißt sie sind aus Sonnenblumenkernmehl. Paleo ist die Steinzeiternährung. In diesen Nudeln ist nur das drin, was die Menschen schon vor ihrem Sesshaftwerden gegessen haben könnten. Geschmeckt hat es gut. Nur der Anblick der Nudeln ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Majonäse -> Mayonnaise

Majonäse darf wieder Mayonnaise heißen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat beschlossen, dass man Majonäse wieder Mayonnaise schreiben muss. Ein Sieg der Vernunft. Endlich ist es wieder erlaubt.  Na gut,  ich habe mich eh nie daran gehalten. Ich halte mich an den Duden.

Suppe nach Art des Leuchtturmwärters

In der Abgeschiedenheit eines Leuchtturms kommt man auf Ideen. Eine Bouillabaisse, darauf weist Bocuses Kochbuch hin, darf niemals mit Schalentieren, wie Mies- oder Venusmuscheln, in Berührung kommen. Der Geschmack der Muscheln sei zu stark und außerdem bringen sie „nur allzu oft“ Sand in die Suppe.

Omelette nach Art der Fischer

Ein einfaches und schnelles Omelette nach der Art der Küstenfischer der Bretagne. Sie fangen Fische zum sofortigen Verzehr. Und manchmal geht es so schnell, da bin ich mir sicher, da bleibt nicht einmal die Zeit, um die Fische anzulanden. Ein paar Sardinen landen schon in der Pfanne, noch bevor die Fischerboote im Hafen von Le Conquet anlegen. Es ist oft die erste Mahlzeit auf der Rückkehr nach einem Fischfang im Morgengrauen, die sich die Fischer wohl verdient haben.

Miesmuscheln nach Cancaler Art

Zu Ehren seines Großvaters, dessen Methoden er schon im Alter von 5 Jahren verfolgte, nannte „Le Capitaine“ seine Miesmuschelzucht nach ihm: „Morisseau“. Der Großvater verstand sein Handwerk, er richtete seine Arbeit nach dem Rhythmus der Natur aus. So wie sein Großvater macht es nun 35 Jahre später auch „Le Capitaine“, Stéphane Hesry. Nur ausgewählte Fischhändler in Frankreich führen diese Moules de Bouchot, wie Miesmuscheln im Zuchtanbau auf Französisch genannt werden. Man muss sich darum bemühen, um ein Kunde dieses Miesmuschelproduzenten zu werden.

Heilbutt mit Artischocken und Champignons

In diesem Gericht wird der „Block“ von dem Heilbuttfilet schonend gegart. Für die Pastete Surcouf genügen ja die Reste, die man vom Filet abschneidet. Es wäre ewig schade drum gewesen, den schönen Mittelteil, den „Block“, für das Heilbuttpüree zu verwenden. Dafür gibt es jetzt dieses Gericht, in dem das zarte, dicke Fleisch vom Heilbuttfilet seinen gebührenden Platz findet.