Ribiselschaumkuchen / Marillenschaumkuchen

Dieses Mal ist Erna zu Besuch bei ihrer Freundin. „Was sind denn das für Schälchen? Was hast du denn da Schönes gemacht?“ „Das ist ein Ribiselschaumkuchen. Und das ist ein Marillenschaumkuchen.“

„Da sieht man ja nicht, was da was ist. Ist ja alles mit Schäumchen bedeckt.“ Dabei fiel ihr ein, dass Eiweißschaum mit Zucker gemacht wird, dem Stoff, der zur Zeit gesundheitsmäßig ziemlich in Ungnade gefallen ist. „Wie hast du das denn gemacht? Doch nicht mit Zucker?“

„Koste halt einmal.“

Pfifferling-Salat

Eierschwammerl, Frisee, Rucola, Kirschtomaten, Schafskäse, geröstete Cashewnüsse, gebratener Speck, Spiegelei. Und Felsenschnittlauch (Rock Chives): das sind die Halme in der Tasse, auf denen etwas hängt, das so aussieht wie kleine schwarze Kugerln.  Mit einer Rotweinessigmarinade. Petersilie, darüber streuen. Über das Ei etwas Paprikapulver. Und das war es schon. Kalte Küche. Als Begleitung Zitronenlimo. Es ist Hochsommer.

Lachs mit Sauce béarnaise und Spinat

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Von Top-Bistroqualität auf Österreichs Autobahnen allerdings nicht. Man muss schon ein bisschen vom Weg abkommen, um in den Genuss eines leichten Ganges zu kommen, der es lohnt, die Fahrt zu unterbrechen. Das gibt es nur abseits der großen Transitrouten.

Omelette nach Art der Fischer

Ein einfaches und schnelles Omelette nach der Art der Küstenfischer der Bretagne. Sie fangen Fische zum sofortigen Verzehr. Und manchmal geht es so schnell, da bin ich mir sicher, da bleibt nicht einmal die Zeit, um die Fische anzulanden. Ein paar Sardinen landen schon in der Pfanne, noch bevor die Fischerboote im Hafen von Le Conquet anlegen. Es ist oft die erste Mahlzeit auf der Rückkehr nach einem Fischfang im Morgengrauen, die sich die Fischer wohl verdient haben.

Pastete Surcouf

Dieses Gericht wurde von Robert Surcouf inspiriert. Ob er es selbst kreiert hat oder es nach ihm benannt ist, weiß man nicht so genau. Zumindest hat es mit ihm zu tun. Kostbare Zutaten, Trüffel und Seezunge, kommen da hinein. Sein Beruf war da wohl für die Finanzierung dieser Speise recht dienlich.

Bretonischer Garnelensalat mit Ei

Auf der Reise ins Büro haben wir das alte Bretonische Kochbuch, das sich vor ein paar Tagen bei uns eingeschlichen hat, studiert. Es sollte etwas Schnelles, Kaltes, den heißen Temperaturen entsprechend sein. Nach kurzer Zeit war die Sache ausgemacht: der Bretonische Salat mit Ei erfüllte alle Kriterien.

Lachs mit Sauce béarnaise

Ein Bistro-Klassiker aus Paris: gebratener Fisch mit Sauce béarnaise und Gemüse der Saison.  Diese klassische Sauce mit der cremigen Konsistenz besteht im Grunde aus einer Liaison aus Butter und Eigelb. Sie harmoniert perfekt mit dem von kalter Pfanne weg gebratenen Lachs. Die knusprige Haut setzt einen Kontrapunkt dazu. Als Beilage glaciertes Gemüse, wie es das aktuell am Markt gibt.

Pochiertes Ei mit Löwenzahn/ Lamm mit Morchelpolenta-Würfeln

Am Ostermontag gab es als Vorspeise ein pochiertes Ei mit getoastetem Bauernbrot, einer Basilikum-Bärlauch-Marinade und Löwenzahn. Das kann ich mir auch sehr gut als Frühstück am Sonntag vorstellen, wenn nicht der Löwenzahn so schwer zu bekommen wäre. Im Rezept: Wie man spielend ein pochiertes Ei macht.

Als Hauptspeise gab es gebratene Lammfilets mit gebackenen Morchelpolenta-Würfeln und Rhabarber-Schalotten-Chutney. Wenn man nicht schon vorher Morchel mochte, spätestens jetzt ist es so weit, dass man ohne Morcheln nicht mehr leben kann, nachdem man das gegessen hat. Die Würfel sehen so ähnlich aus wie gebackener Käse, geschmacklich lassen sie sich nicht damit vergleichen.

Spinat mit Spiegelei und Kartoffeln nach Art von Sarlat

Gründonnerstag kann ich mir ohne Spinat nicht vorstellen. Wir essen Spinat aber sonst auch sehr gerne. Diese Kombination mit Ei und Erdäpfeln nach Art von Sarlat ist so gut, dass man sie nicht nur zu Ostern essen will.