Ein Eisbecher mit Himbeereis, Sauerkirscheneis und Marilleneis. Alles selbst gemacht, denn bei uns steht in der Küche neuerdings eine Eismaschine mit Kompressor. Eis aus dem Geschäft hat den Nachteil, dass es nie da ist, wenn man es gerade braucht. Außerdem ist in dem gekauften Eis Zucker drin.
Autor: Küchenereignisse
Umzugsbedingt haben wir derzeit keine Küche.
(In einer kleinen Kuchl verarbeitet die Hofköchin landwirtschaftliche Erzeugnisse, vorzugsweise aus unserem Landstrich. Dabei fallen regelmäßig Küchenereignisse an, über die wir auf diesem Blog berichten.)
Küchenereignis, das; -ses, -se: außergewöhnliches Ereignis, das mit schöner Regelmäßigkeit in der Küche anfällt.
Gemüsepfanne auf Paleospiralen
Die Spiralnudeln sind „Paleonudeln“, das heißt sie sind aus Sonnenblumenkernmehl. Paleo ist die Steinzeiternährung. In diesen Nudeln ist nur das drin, was die Menschen schon vor ihrem Sesshaftwerden gegessen haben könnten. Geschmeckt hat es gut. Nur der Anblick der Nudeln ist etwas gewöhnungsbedürftig.
Majonäse -> Mayonnaise
Majonäse darf wieder Mayonnaise heißen. Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat beschlossen, dass man Majonäse wieder Mayonnaise schreiben muss. Ein Sieg der Vernunft. Endlich ist es wieder erlaubt. Na gut, ich habe mich eh nie daran gehalten. Ich halte mich an den Duden.
Suppe nach Art des Leuchtturmwärters
In der Abgeschiedenheit eines Leuchtturms kommt man auf Ideen. Eine Bouillabaisse, darauf weist Bocuses Kochbuch hin, darf niemals mit Schalentieren, wie Mies- oder Venusmuscheln, in Berührung kommen. Der Geschmack der Muscheln sei zu stark und außerdem bringen sie „nur allzu oft“ Sand in die Suppe.
Omelette nach Art der Fischer
Ein einfaches und schnelles Omelette nach der Art der Küstenfischer der Bretagne. Sie fangen Fische zum sofortigen Verzehr. Und manchmal geht es so schnell, da bin ich mir sicher, da bleibt nicht einmal die Zeit, um die Fische anzulanden. Ein paar Sardinen landen schon in der Pfanne, noch bevor die Fischerboote im Hafen von Le Conquet anlegen. Es ist oft die erste Mahlzeit auf der Rückkehr nach einem Fischfang im Morgengrauen, die sich die Fischer wohl verdient haben.
Miesmuscheln nach Cancaler Art
Zu Ehren seines Großvaters, dessen Methoden er schon im Alter von 5 Jahren verfolgte, nannte „Le Capitaine“ seine Miesmuschelzucht nach ihm: „Morisseau“. Der Großvater verstand sein Handwerk, er richtete seine Arbeit nach dem Rhythmus der Natur aus. So wie sein Großvater macht es nun 35 Jahre später auch „Le Capitaine“, Stéphane Hesry. Nur ausgewählte Fischhändler in Frankreich führen diese Moules de Bouchot, wie Miesmuscheln im Zuchtanbau auf Französisch genannt werden. Man muss sich darum bemühen, um ein Kunde dieses Miesmuschelproduzenten zu werden.
Heilbutt mit Artischocken und Champignons
In diesem Gericht wird der „Block“ von dem Heilbuttfilet schonend gegart. Für die Pastete Surcouf genügen ja die Reste, die man vom Filet abschneidet. Es wäre ewig schade drum gewesen, den schönen Mittelteil, den „Block“, für das Heilbuttpüree zu verwenden. Dafür gibt es jetzt dieses Gericht, in dem das zarte, dicke Fleisch vom Heilbuttfilet seinen gebührenden Platz findet.
Bretonisches Menü
Als Vorspeise gab es Häppchen Surcouf (Bouchées Surcouf) wie wir sie schon da hatten, nur dieses Mal im Kleinformat.
Als Hauptspeise: Überbackene Artischocken (Coeurs d’Artichauts au gratin). Beim Käse haben wir uns für den Gruyère entschieden, der schmeckte beim Kosten irgendwie noch eine Spur würziger als der Bregenzer Bergkäse.
Als Nachspeise gab es Crêpe Suzette, die berühmte flambierte Orangen-Crêpe. Da kann man darüber streiten, ob das wirklich ein bretonisches Gericht ist.
Pastete Surcouf
Dieses Gericht wurde von Robert Surcouf inspiriert. Ob er es selbst kreiert hat oder es nach ihm benannt ist, weiß man nicht so genau. Zumindest hat es mit ihm zu tun. Kostbare Zutaten, Trüffel und Seezunge, kommen da hinein. Sein Beruf war da wohl für die Finanzierung dieser Speise recht dienlich.
Bretonischer Garnelensalat mit Ei
Auf der Reise ins Büro haben wir das alte Bretonische Kochbuch, das sich vor ein paar Tagen bei uns eingeschlichen hat, studiert. Es sollte etwas Schnelles, Kaltes, den heißen Temperaturen entsprechend sein. Nach kurzer Zeit war die Sache ausgemacht: der Bretonische Salat mit Ei erfüllte alle Kriterien.

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